Club-Renditen
2012: Die Clubrenditen des BBB INVESTMENTCLUBS im Vergleich mit der Entwicklung des DAX
Um an dieser Stelle den animierten Chart sehen zu können müssen Sie in Ihrem Browser Javascript aktivieren und einen aktuellen FlashPlayer installiert haben!
| Renditen 2012 | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| * Der BBB INVESTMENTCLUB investiert weltweit. Der DAX ist der in Deutschland am stärksten beachtete Aktienindex und wird daher als Vergleichsindikator herangezogen. | |||||||||||||
| BBB IC in % | +12,79 | ||||||||||||
| DAX * in % | +6,08 | ||||||||||||
Die Wertentwicklung/Rendite** des BBB INVESTMENTCLUBS seit seiner Gründung 1997
| Anteilspreis € | 1 Monat % | 2012 % ** | 1 Jahr % | 5 Jahre % | 15 Jahre % |
|---|---|---|---|---|---|
| ** Stand: 31.1.2012 | |||||
| 101,60 | +12,79 | +12,79 | +11,98 | +8,95 | +98,71 |
Rückblick auf das Jahr 2011
„Beim Kauf muss man Phantasie haben, beim Verkaufen weise sein” André Kostolany
Ein Jahr ist zu Ende, das Anlegern in fast allen Bereichen keine Freude gemacht hat. Die große Mehrzahl aller Anlageklassen hat Verluste eingefahren, nur wenige Bereiche konnten sich dem entziehen.
Die Krisen haben weiterhin ihre Kreise gezogen, wie immer man sie auch nennen mag: Bankenkrise, Euro-Krise, Länderkrise, Atomkrise und so weiter. Die Anleger sind weltweit verunsichert und suchen nach sicheren Geldanlagen. Aber wo sind diese zu finden? Die Zeiten, in denen festverzinsliche Staats-Papiere sicheren Ertrag bringen, sind vorbei. Auch hier greift die Unsicherheit durch mögliche Staatspleiten wie Griechenland, Portugal, Italien, Spanien usw. um sich. Auch die als immer so sicher angepriesenen Anlagen wie Sparbücher, Festgelder oder auch Lebensversicherungen (diese beinhalten zu 80 – 90 % Anleihen mit mageren Zinsen und möglichen Risiken durch Zahlungsausfall) werden zwar von offizieller Seite immer noch als „risikolos” angepriesen. Aber lassen Sie sich nicht täuschen. Auch diese Anlagen sind nicht mehr so sicher wie sie scheinen. Außerdem: rechnen Sie doch mal selbst: ein Sparbuch bringt derzeit ca. 0,25 % Zins, ein Tages- oder Festgeld vielleicht 1 – 2,5 %. Ziehen Sie davon mal eine evtl. Kapitalertragssteuer von 25 % ab und von dem Ergebnis dann vor allem noch die Inflationsrate (also z.B. 50.000 Euro zu 1,5 % = 750 Euro – Kapitalertragssteuer 25%, bleiben noch 562 Euro Zuwachs. Bei einer Inflationsrate von 3 % verlieren Sie aber 1.500 Euro pro Jahr, insgesamt also ein Verlust von rund 1.000 Euro pro Jahr)! Da ist also nur noch eines sicher: es handelt sich definitiv um ein Minusgeschäft, Jahr für Jahr. Denn die Kaufkraft schwindet und frisst den Wert Ihres Geldes auf! Das ist alles nur „nominale” Sicherheit, aber keine „reale”!
Nun stimmt uns auch noch unsere Bundeskanzlerin auf ein Jahr 2012 ein, das noch härter werde als 2011! Immerhin redet man da nicht mehr alles nur noch schön, das ist ja schon mal ein Fortschritt!
Letztlich haben wir alle keine Glaskugel, die uns sagt, was kommen wird. Manches wird sich gut entwickeln, manches kann uns aber tatsächlich ganz schön zu schaffen machen. Da kommt vieles zunächst einmal auf die Handlungsweisen der Politiker und Notenbanken an. Die Frage wird immer sein: werden die Entscheidungen unter kurzfristigen Aspekten getroffen oder dienen sie einer längerfristigen Gesundung? Bisher sehen wir das leider alles als Stückwerk. Die Notenbanken greifen ganz massiv in den Kreislauf ein. So wurde den Banken vor kurzem wieder ein Paket von sage und schreiben 500 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, zu einem unglaublich niedrigen Zins. Und das alles nur, damit die Banken mit diesem billigen Geld wieder viel Erträge scheffeln können (sie leihen es z.B. zu horrenden Zinsen wieder aus oder zocken auch damit, um möglichst hohe Gewinne zu erzielen) und nicht zusammen brechen. Wir glauben, dass ohne diese Unterstützung unser ganzes Finanzsystem schon länger ganz gehörig wackeln würde, vielleicht wäre es auch tatsächlich schon zusammen gebrochen. Nun kann man damit also die kurzfristigen negativen Entwicklungen vielleicht stoppen oder abmildern. Aber führt das langfristig auf den richtigen Weg? 500 Mrd. Euro mehr in den Geldkreislauf (dieses Geld wurde aus dem Nichts erschaffen!!), das heizt in aller Regel die Inflationsrate an. Wir wiederholen uns an dieser Stelle seit Jahren, aber man kann das Schuldenproblem nicht mit neuen Schulden lösen! Irgendwann werden wir die Zeche dafür bezahlen!
(+/-)
• RÜCKBLICK AUF DIE MÄRKTE/MARKTDATEN
Das letzte Quartal war an den Märkten sehr schwankend verlaufen, insgesamt aber ging es an den Aktienmärkten eher leicht nach oben. Wenn man aber das ganze Jahr betrachtet, kommt natürlich eine gewisse Ernüchterung auf. So verlor der DAX in 2011 ca. 15 % und schloss unter 6.000 Punkten, der EuroStoxx verlor sogar noch etwas mehr und der MSCI Welt-Aktienindex büßte ungefähr 10 % ein. Japan fiel um ca. 17 %. Auffallend war, dass die amerikanischen Börsen sich dem Trend etwas entziehen und sogar leicht zulegen konnten.
Bei den Branchen waren sehr unterschiedliche Entwicklungen zu sehen. Am meisten haben Bankwerte gelitten, nicht umsonst! So verlor z. B. die Commerzbank 73 % (!) und erreichte neue absolute Tiefststände. Auch Solarwerte waren die Verlierer in 2011. Zwischenzeitlich haben sogar schon einige Unternehmen aus diesem Bereich Insolvenz anmelden müssen! Wie immer gab es auch Gewinner: in Deutschland war dies hauptsächlich eine SGL Carbon, die davon profitierte, dass BMW sich eine Mehrheit aufkaufte.
Der Ölpreise schwankten recht stark zwischen rund 75 $ und ca. 115 $. Dies hängt natürlich auch immer mit an den Wirtschaftsprognosen, die im Laufe des Jahr meist sehr unterschiedlich ausgelegt wurden.
Die Zinsen gingen etwas unerwartet weiter zurück, was Gründe in der Handlungsweise der Zentralbanken hat. Diese haben versprochen, dem Markt quasi unendlich Geld zur Verfügung zu stellen und dies bis auf absehbare Zeit zu absoluten Niedrigkonditionen.
Der US$ legte zu Beginn des Jahres den Rückwärtsgang ein. Von zunächst 1,32 ging es bis etwa 1,47. Aber seit April schwächelt im Zuge der Euro-Krise der Euro und so steht der Kurs am Ende des Jahres sogar leicht unter dem Jahresanfangsstand bei knapp unter 1,30.
Bei den Edelmetallen war folgende Bewegung zu erkennen: Gold stieg zunächst kontinuierlich auf immer neue Rekordstände. Ab Juni beschleunigte sich der Aufwärtstrend . Bis zum August wurden Werte von über 1.900 $ pro Feinunze registriert. Seitdem hat sich der Goldpreis jedoch auch wieder stärker zurück gebildet (was nur gesund ist! Denn der Anstieg war einfach zu schnell) und notiert bei ca. 1.550 $. Dies ist gegenüber dem Jahresanfangsstand von ca. 1.400 $ aber immer noch ein Gewinn von rund 10 %.
Noch viel extremer war die Entwicklung des Silberpreises. Er stieg von etwa 30 $ bis in den April hinein quasi ohne Unterbrechung bis auf 50 $, eine gewaltige Entwicklung, die auch hier viel zu schnell vonstatten ging. Seither hat sich der Kurs wieder deutlich zurück gebildet und vor allem in den letzten Tagen des Jahres kam er nochmals massiv unter Druck und fiel auf ca. 26 $ zurück, was also vom Höchststand aus wieder einer Halbierung gleich kommt und letztlich einen Verlust von über 10 % bedeutet! Platin verlor sogar 20 % im Jahresvergleich. Hier zeigt sich: auch in diesem Bereich gibt es keine Einbahnstraße, wie überall.
Die Frage bleibt: warum war die Entwicklung so? Daraus könnte man ja fast schließen, die Krise sei vorbei. Aber daran können wir nicht glauben. Oft sind es saisonale Faktoren, schlimmer sind aber auch hier die spekulativen Teilnehmer, die immer sehr schnell die Seiten wechseln. In Papiersilber wird ca. das 50 bis 100-fache des tatsächlichen Silbervolumens gehandelt! Da kann man sich vorstellen, dass dies kurzfristig massive Auswirkungen hat. Experten, die diesen Markt beobachten, stellen aber zwischenzeitlich fest, dass von dieser Seite kaum mehr Preisdruck zu erwarten sei, da die Marktteilnehmer bereits entsprechend positioniert seien. Das Potential nach unten sei gering, nach oben aber wieder mindestens bis zum letzten Hochpunkt von 50 $. Vieles wird auch von der weiteren Entwicklung der Krisen abhängen.
• ENTWICKLUNG DES BBB INVESTMENTCLUB
Nach zwei absolut guten Jahren (in den letzten beiden Jahren hatten wir einen Wertzuwachs von 85 % erzielt, bitte erinnern Sie sich daran noch!) war auch für uns das Jahr 2011 etwas ernüchternd, aber auch nicht komplett unerwartet nach so einem starken Ergebnis der Vorjahre. Nach den extremen Anstiegen der Edelmetalle fielen auch diese wie erwähnt wieder stärker zurück. Das hat uns in den letzten Tagen des Jahres leider die Performance verdorben! Wir hatten bei einem Stand von 100,45 begonnen. Der Januar 2011 war gleich tief rot mit einem Minus von fast 10 %, das bügelte sich im Februar aber wieder komplett aus. Bis Ende April erreichten wir ein Hoch von über 116 Euro pro Anteil. Das war genau der Zeitpunkt, an dem Silber seinen Hochpunkt erreicht hatte. Dann ging es innerhalb von 2 Monaten wieder auf 94,5 zurück und schwankte anschl. heftig hin und her. Der September war z. B. einer der schlechtesten Monate mit fast 16 % Minus von 110,78 auf 93,06. Nach ca. 98,6 im November war leider der Dezember nochmals tiefrot durch das innerhalb von 3 Tagen um ca. 10 % gefallene Silber.
Das Gesamtergebnis 2011 summiert sich so auf ein Minus von ca. 10,3 %, was natürlich grundsätzlich nicht schön ist. Vergleichen wir es aber mit dem DAX oder dem EuroStoxx, dann liegen wir auch 2011 wie schon in den letzten Jahren besser! Dieser Rückgang ist also kein Beinbruch, sondern eher eine Chance!
• WEITERER AUSBLICK
Die Konjunkturaussichten sind unklar. Noch zeigt sich Deutschland relativ stabil. Hier bleibt die Frage, ob dies so bleiben kann oder ob die Krisen weltweit hier nicht irgendwann Spuren hinterlassen. Der DAX hat schon einiges vorweggenommen und hat durchaus auch mal wieder Potential nach oben. Aber es ist eben eine Frage der Nachhaltigkeit. Und die sehen wir nicht. Auch in Zukunft werden wir hauptsächlich bei unserer Edelmetallstrategie bleiben. Auch wenn es hier wie gesehen heftige Schwankungen gibt, glauben wir, dass der langfristige Trend der Edelmetalle nach oben führen muss. Denn echte Krisenlösungen scheinen nicht in Sicht. 2012 wird sicherlich in vielerlei Hinsicht ein spannendes Jahr.
Für Sie wünschen wir nicht nur Spannung, sondern auch Gesundheit, Zufriedenheit und Glück für das neue Jahr. Bleiben Sie uns gewogen und nutzen Sie Schwächephasen auch mal wieder für eine Aufstockung ihrer Anteile oder für unsere Interessenten - den Einstieg in unseren Club!
Ihr BBB INVESTMENTCLUB
Schramberg, 02. Januar 2012
Rückblick auf das 3. Quartal 2011
„Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie kann deine Chance sein” Winston Churchill
Eine heiße Zeit liegt hinter uns! Nein, wir meinen nicht nur das Wetter, das die letzten Wochen so wunderschön sommerlich war. An den Börsen ging es weniger wunderschön zu. Kaum war das letzte Quartal beendet, der DAX stand noch bei 7.500 Punkten, ging es wie am Strich gezogen nach unten. Anfang Juli spekulierte man über eine mögliche große Krise in Italien; die größte Bank Italiens, die Unicredit, wurde teilweise vom Handel ausgesetzt. Am 21.7. beschloss man ein Griechenland-Rettungspaket. Das half kurzfristig zu höheren Kursen. Als aber kurz darauf auch die USA mit Ihrer Schuldenobergrenze zu kämpfen hatten und Demokraten und Republikaner erst in allerletzter Sekunde einen (faulen?) Kompromiss fanden, um die Pleite abzuwenden, kannten die Märkte nur noch Panik. Dann kamen auch noch schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA dazu und schließlich am 8.8. eine nie für möglich gehaltene Herabstufung der Bonität der USA durch eine Ratingagentur (wir hatten ja letztes mal noch geschrieben, dass dieser Schritt unvermeidlich ist). Der DAX fiel 11 Tage hintereinander bis auf unter 6.000 Punkte! Er beendete den Monat August mit rund 20 % Verlust, was der drittgrößte Wert seit 46 Jahren war! Aber auch dies war noch nicht genug. Nachdem auch in Deutschland die Wachstumsrate im Quartal nur noch 0,1 % betrug, die Rezessionsängste weltweit um sich griffen, selbst Frankreich in den Strudel einer möglichen Abstufung geriet, die Arbeitsmarktdaten aus USA schlecht ausfielen und nach vielen weiteren schlechten Meldungen, fielen die Märkte noch weiter. (+/-)
Wir fragen uns: waren diese Fakten, die nun so Stück für Stück bekannt gegeben werden, eigentlich nicht schon länger voraus zu sehen? Wir waren ja schon länger sehr skeptisch (lange Zeit sicherlich zu skeptisch), aber nun holt uns die Wirklichkeit doch noch ein. Kann Griechenland, trotz beschlossener Rettungspakete, denn wirklich gerettet werden? Ist das nicht alles vergebene Liebesmüh? Wie sollen überhaupt weltweit die durch die vergangene Bankenrettung ins uferlose gestiegenen Verschuldungen jemals wieder abgebaut werden? Nur langsam erkennt der Markt, dass uns hier größere Probleme ins Haus stehen, als viele erwartet haben. Aber eigentlich hat sich in letzter Zeit nicht viel an der Wirklichkeit verändert, die Faktenlage ist schon länger klar, nur wollte man sie nicht sehen. Der Aufschwung war eben zu schön.
• Marktüberblick
Oben haben wir ja schon einiges skizziert, was an den Märkten los war. Der DAX beendete das Quartal bei einem Stand von etwa 5.500 Punkten, die Schwankungen gingen zuletzt von knapp unter 5.000 bis ca. 5.600. Der Quartalsverlust des DAX beträgt damit ca. 25 %! Noch stärker erwischte es Märkte wie Griechenland mit 38 % Minus. Dass auch Staatsanleihen notfalls nicht mehr viel wert sind, zeigen die dortigen Kurse: die ehemals für so sicher gehaltenen Staatspapiere sind nur noch 40 % wert! Adieu liebe Sicherheit! Der Dow Jones Index verlor interessanterweise „nur” 13 %, der Nikkei 17 %, der Weltaktienindex MSCI World ca. 20 %.
Der Schweizer Franken hatte bereits das Verhältnis 1:1 zum EUR erreicht, dann schritt die Schweizer Nationalbank ein und koppelte den Franken bei 1,20 an den EUR! Der US $ ist derzeit recht stark gegenüber dem EUR und gewann von ca. 1,45 auf 1,32 EUR. Die Zinsen machten in diesem Umfeld eine Kehrtwende und fielen quasi auf ihren Tiefststand. Die amerikanische Notenbank FED hatte zu Protokoll gegeben, dass der Leitzins bis 2013 sehr niedrig bleiben werde. Gold erreichte mitten in der Aktienkrise neue Höchststände von über 1.900 $, Silber stieg wieder auf etwa 40 $. Doch dann urplötzlich ab Mitte September brachen beide Kurse ebenfalls massiv ein, Gold auf 1.600, Silber sogar bis 26 $! Experten sprechen hier von bewusster Manipulation. Denn zu starke Edelmetalle zeigen deutlich, wie weit die Krise gekommen ist, und genau das will man nicht. Die Edelmetallanleger sollen erschreckt werden, damit sie verkaufen. Das klingt durchaus plausibel.
Die Kurse im BBB INVESTMENTCLUB hatten sich trotz hoher Aktienverluste sehr positiv entwickelt, unser Kurs stand bereits wieder bei klar über 110! Doch der abrupte Kursrückgang vor allem bei Silber warf uns wieder zurück auf 93,06, so dass wir einen leichten Quartalsverlust von 1,5 % hinnehmen müssen. In Anbetracht der Aktienverluste, die allgemein aufgetreten sind, ist unser Ergebnis natürlich dennoch mehr als gut zu bezeichnen.Wir werden uns nicht ins Bockshorn jagen lassen durch die rückläufigen Edelmetallkurse. Die Krise ist dafür viel zu weit fortgeschritten. Denn bei Staatspleiten hilft einem in der Regel nur der Besitz von Edelmetallen, um sein Vermögen zu retten. Nutzen Sie diese Chance für einen Einstieg oder eine Aufstockung! Wir sind uns sicher: die Preise werden wieder steigen! Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben! Wir stehen gerne zur Verfügung.
Ihr BBB INVESTMENTCLUB
Schramberg, 04. Oktober 2011
Rückblick auf das 2. Quartal 2011
„Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab” Weisheit der Dakota-Indianer
Griechenland ist gerettet! Oder vielleicht doch nicht? Aktuell hat das griechische Parlament den Sparbeschlüssen zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die weiteren Unterstützungszahlungen durch die EU und den IWF. Es sollen zunächst weitere 120 Mrd. EUR fließen. Aber ist das wirklich schon eine langfristige Lösung? Einerseits müssen die Griechen sparen, sollen aber andererseits die Wirtschaft in Gang bringen, um die nach wie vor horrende Staatsverschuldung zurückzufahren. Das ist in unseren Augen die Quadratur des Kreises. Vermutlich wird der Sterbeprozess nur verlängert. Dafür haben wir in der Zwischenzeit eine Transferunion geschaffen, die bei Einführung des Euros vertraglich ausgeschlossen war! Und die Steuerzahler in unserem Lande dürfen dafür bluten, dass die südlichen Staaten ihre Finanzen nicht in den Griff bekommen und teilweise nur über Betrug überhaupt in die Währungsunion kamen. Die Argumentation für die Unterstützungszahlungen lautet, dass ansonsten eine neue Finanzkrise drohe und das Finanzsystem in Gefahr geriete. Wohl wahr, aber das wird es vermutlich sowieso irgendwann, nur werden die Folgen dann noch dramatischer sein. Es bleibt also nur die Wahl zwischen Pest und Cholera! (+/-)
Auch die USA werden nun zunehmend kritisch gesehen. Die Verschuldung beträgt dort ca. 14 Billionen $ (!) und die Politiker sollen nun einer weiteren Erhöhung der Neuverschuldung zustimmen. Würden Sie dies nicht tun, wäre die USA faktisch pleite und könnte weder Löhne zahlen noch sonstige Schulden bedienen. Die Ratingagenturen haben daher ein Auge auf die Entwicklung und hat schon angedroht, die Bestbewertung (was nach unserer Ansicht schon lange nicht mehr gerechtfertigt ist) zu senken.
So kann man sich derzeit fragen, ob denn nun der $ oder der EUR kritischer zu sehen ist. Das Kursverhältnis verschiebt sich zwischen diesen Währungen mal auf die eine, mal auf die andere Seite. Wenn man aber die Entwicklung beispielsweise zum Schweizer Franken sieht, dann weiß man, dass beide Währungen schwach sind und es ein Wettlauf nach unten ist.
An den Börsen werden die Entwicklungen derzeit sehr gelassen gesehen und man geht wohl davon aus, dass alles auf die richtigen Bahnen gelenkt wird.
• RÜCKBLICK AUF DIE MÄRKTE/MARKTDATEN
Ein Wechselbad der Gefühle an den Börsen: immer wieder Bangen (so schwankte der Index zwischen 7.500 und 7.000), ob die Rettung Griechenlands und weiterer Staaten funktionieren wird oder nicht. Der DAX-Stand zum 30.6. beträgt ca. 7.300 und liegt daher im Plus, der EUROSTOXX hingegen hat sich wiederum leicht abgeschwächt auf ca. 2.800, ebenso der Weltaktienindex MSCI World bei rund 1.300 Punkten, der DOW Jones liegt in etwa auf Vorquartalsniveau bei 12.300. Wir sehen hier weiterhin eher Gefahren als große Chancen. Dass es bei den Edelmetallen keine Einbahnstraße sein wird, hatten wir im letzten Quartalsschreiben erwähnt. Kurzfristig schoss Silber jedoch vom letzten Quartalsstand bei etwa 37 $ bis auf die von uns erwarteten 50 $ hoch, um dann aber in wenigen Tagen in atemberaubender Schnelle auch wieder abzustürzen (Anfang Mai waren es in einer Woche – 30 %)und steht nun bei rund 34 $. Einige Experten sprachen von Manipulationen, da viele Banken auf fallende Kurse gesetzt hatten. Es wurden regierungsseitig kurzfristig erhöhte Anforderungen gestellt, um Spekulanten fern zu halten, was der Auslöser für den starken Rückgang war, aber letztlich gesund ist
• Entwicklung BBB INVESTMENTCLUB
Die extreme Entwicklung der Edelmetalle hat uns im April noch ein Plus von 11,6 % verschafft, was im Mai mit – 12 % wieder vollständig verloren ging. Auch der Juni war leider nochmals negativ. Zusätzlich zum Rückgang vor allem des Silberpreises hat uns dieses Mal auch die Währungsseite negativ beeinflusst.
• Zukunftsaussichten
Die Edelmetalle könnten kurzfristig auch noch etwas weiter fallen. Allerdings sehen wir auf diesem Niveau schon wieder deutliches Erholungspotential! Das zweite Halbjahr ist für die Metalle historisch gesehen meist deutlich besser als das erste. Das bedeutet also jetzt nochmals eine sehr gute Möglichkeit für die Aufstockung Ihrer Anteile zu reduzierten Anteilspreisen. Wer weiß, ob man so eine Chance so schnell wieder sehen wird!
Viele Grüße und angenehmen Urlaub wünscht Ihnen
Ihr BBB INVESTMENTCLUB
Schramberg, 04. Juli 2011
Rückblick auf das 1. Quartal 2011
„Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten” Oliver Hassenkamp
Es sind schon unruhige und dramatische Zeiten, in den wir derzeit leben. Der fürchterliche Tsunami in Japan und die folgende Atomkatastrophe zeigen, wie machtlos wir gegenüber Naturkatastrophen sind. Der Mensch glaubt, mit seiner vermeintlich sicheren Technik alles im Griff zu haben. Dass dies nicht so ist, wurde uns leider zum wiederholten male dramatisch vor Augen geführt. Bleiben wir dennoch unbelehrbar?
Unser ganzes Mitgefühl gilt den Betroffenen dieser unvorstellbaren Katastrophe. Die Folgen werden über Monate, Jahre, Jahrzehnte, nein teilweise Jahrtausende spürbar bleiben (Halbwertszeit Plutonium 24.000 Jahre!).
Und dann sind da noch die ganzen Umwälzungen in Nordafrika. Die Völker wehren sich gegen ihre jahrzehnte-langen Herrscher und Unterdrücker. Man kann auch hier nur hoffen, dass alles einen guten Ausgang findet.
Was alles hat aber nun obiges mit unserem BBB INVESTMENTCLUB zu tun? Natürlich haben solche Ereignisse auch Auswirkungen auf die gesamte Finanzwelt. Die wirtschaftlichen Ausfälle durch die von den Tsunamis teilweise zerstörten Fabriken, die unabsehbaren Folgen der Reaktorkatastrophe, das alles verunsichert auch die Börsen und gab es ab dem 11.03.11 heftige Ausschläge. Zunächst rauschten die Märkte fast ungebremst in die Tiefe, allen voran Japan. Tagesverluste von 15 % musste der Nikkei-Index wegstecken, was auch auf die anderen Märkte überschwappte. Und dennoch: viele Märkte in Europa und den USA haben sich bereits wieder erholt und befinden sich auf dem Niveau wie vor den Katastrophen. Gehen wir bereits wieder zur Tagesordnung über? Wieder einmal wurden die Finanzmärkte in der Krise von den Notenbanken mit Geld überschwemmt, um die einbrechenden Börsen aufzufangen, was ja auch gelang. Aber letztlich zu welchem Preis? Japan ist bereits das am höchsten verschuldete Industrieland! Und dennoch will man das Schuldenproblem mit neuen Schulden lösen. Dies wird die Probleme langfristig nicht lösen, sondern noch verschlimmern. Weitere Blasen folgen! (+/-)
• RÜCKBLICK AUF DIE MÄRKTE/MARKTDATEN
Wie erwähnt fuhren die Börsen ab dem 11.03.11 Achterbahn. Verluste von 20 % innerhalb weniger Tage waren zu sehen. Am schlimmsten erwischte es naturgemäß den japanischen Aktienmarkt. Aber auch der DAX fiel zwischenzeitlich bis auf 6.300 zurück, vom Höchststand von ca. 7.400 im Februar auch ein Verlust von 15 %. In der Zwischenzeit hat sich das deutsche Börsenbarometer jedoch wieder auf etwa 7.000 Punkte hochgearbeitet und bewegt sich daher in etwa auf dem Stand vom 31.12.10. Ähnlich auch der Euro-Stoxx, der heute wieder das Niveau vom Dezember von etwas 3.000 Punkten erreicht hat. Auffallend stark war der amerikanische Aktien-markt. Der DowJones verlor im Verhältnis deutlich weniger und notiert heute nahe des Jahreshöchstkurses von etwa 12.300 Punkten. Ist die amerikanische Wirtschaft wirklich so stark? Die Entwicklung des US$ gegenüber dem Euro spricht da nicht die gleiche Sprache, er verliert derzeit stetig gegenüber dem EUR und steht heute bei über 1,40 gegenüber noch 1,32 zu Jahresbeginn (trotz der Finanzprobleme einiger europäischer Länder!). Die Zinsen steigen derzeit kontinuierlich an, ein gefährliches Zeichen! Die Inflationsraten sind eben schon wieder in Regionen, die auch Notenbanken unter Druck bringen. Aber diese haben mit ihrer Geldpolitik das Inflations-gespenst gerufen, das sie nun nicht mehr los werden. Das ganze treibt nach wie vor die Edelmetalle weiter nach oben, vor allem Silber. Dies hat im Laufe des Quartals das 30-jähriges Hoch von ca. 31,30 $ überschritten und macht sich nun auf den Weg Richtung 50 $ (aktuell ca.37 $)! Vielleicht wird es aber auch deutlich mehr werden!
• Entwicklung BBB INVESTMENTCLUB
Der stärkste Rückgang bei den Edelmetallpreisen seit Jahrzehnten hat auch unser Ergebnis im Januar negativ beeinflusst. Diese Scharte wurde aber bereits im Februar wieder vollständig ausgewetzt. Die schlimmen Ereignisse aus Japan hatten dagegen auf die Edelmetalle weit weniger negative Auswirkungen als auf die Aktienmärkte. Also Stabilität in schwierigen Zeiten! Unser Quartalsergebnis beträgt + 3,56 %! (Trotz schwacher Börsen und trotz eines sehr schwachen US$, in dem die Edelmetalle gehandelt werden!)
• Ausblick
Wir glauben auch in Zukunft an die Stärke der Edelmetalle, wenn auch dies nicht immer nur eine Einbahnstraße sein kann und wird. Mit Schwankungen werden wir leben müssen, aber die Aussichten sind noch sehr gut!
Also immer noch eine Chance für Sie, durch eine Aufstockung an der Stabilität der Edelmetalle zu partizipieren!
In diesem Sinne grüßen wir Sie ganz herzlich
Ihr BBB INVESTMENTCLUB
Schramberg, 01. April 2011
